Hand-Fuß-Mund-Krankheit: Symptome erkennen, Ansteckung vermeiden und Beschwerden lindern


Kirjoittanut Daniela Kirmeier
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Hand-Fuß-Mund-Krankheit: Symptome erkennen, Ansteckung vermeiden und Beschwerden lindern

Plötzliches Fieber, wenig Appetit und kleine Bläschen im Mund: Treten kurz darauf rote Flecken oder Bläschen an Händen und Füßen auf, kann eine Hand-Fuß-Mund-Krankheit dahinterstecken. Die ansteckende Viruserkrankung betrifft vor allem Babys, Kleinkinder und Kinder im Kindergartenalter. Aber auch Jugendliche und Erwachsene können erkranken.

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit verläuft in den meisten Fällen mild und heilt von selbst wieder ab. Für betroffene Kinder können die schmerzhaften Veränderungen im Mund dennoch sehr unangenehm sein. Besonders wichtig sind deshalb ausreichend Flüssigkeit, eine gute Hygiene und das frühzeitige Erkennen möglicher Warnzeichen.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie sich die Hand-Fuß-Mund-Krankheit bemerkbar macht, wie sie übertragen wird und wie Sie das Ansteckungsrisiko im Familienalltag reduzieren können.

Was ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit?

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine Infektionskrankheit, die durch verschiedene Enteroviren ausgelöst wird. Zu den möglichen Erregern gehören insbesondere Coxsackieviren und andere humane Enteroviren.

Die Erkrankung kommt ganzjährig vor. Häufungen werden jedoch besonders im Spätsommer und Herbst beobachtet. Meist sind Kinder unter zehn Jahren betroffen, weil sich die Viren in Kindergärten, Krippen und anderen Gemeinschaftseinrichtungen leicht verbreiten können.

Trotz des ähnlichen Namens hat die Hand-Fuß-Mund-Krankheit nichts mit der Maul- und Klauenseuche bei Tieren zu tun.

Welche Symptome sind typisch?

Die ersten Beschwerden treten in der Regel einige Tage nach der Ansteckung auf. Zu Beginn ähneln die Symptome häufig einem gewöhnlichen Infekt.

Mögliche erste Anzeichen sind:

  • leichtes bis mäßiges Fieber
  • Halsschmerzen
  • Müdigkeit und allgemeines Unwohlsein
  • verminderter Appetit
  • Kopf- oder Gliederschmerzen
  • gereiztes und weinerliches Verhalten bei Kleinkindern

Nach kurzer Zeit können sich charakteristische Veränderungen im Mund und auf der Haut entwickeln.

Bläschen und wunde Stellen im Mund

Im Mund entstehen zunächst kleine rote Flecken, aus denen sich Bläschen oder schmerzhafte Schleimhautstellen entwickeln können. Sie befinden sich häufig:

  • auf der Zunge
  • am Zahnfleisch
  • an der Innenseite der Wangen
  • am Gaumen
  • rund um den Mund

Die wunden Stellen können das Essen, Trinken und Schlucken erschweren. Kleine Kinder verweigern deshalb gelegentlich Nahrung oder Flüssigkeit.

Hautausschlag an Händen und Füßen

Typisch sind rote Flecken oder kleine Bläschen an den Handflächen und Fußsohlen. Der Ausschlag kann außerdem an folgenden Stellen auftreten:

  • Fingern und Zehen
  • Knien und Ellenbogen
  • Gesäß
  • Windelbereich
  • Armen und Beinen

Nicht jede betroffene Person entwickelt alle typischen Beschwerden. Manche Infektionen verlaufen sehr mild oder sogar ohne erkennbare Symptome.

Wie wird die Hand-Fuß-Mund-Krankheit übertragen?

Die Viren sind sehr ansteckend und können auf unterschiedlichen Wegen von Mensch zu Mensch gelangen.

Direkter Kontakt

Eine Übertragung ist durch direkten Kontakt mit Speichel, Nasensekret oder der Flüssigkeit aus den Hautbläschen möglich. Das kann beispielsweise beim Kuscheln, Küssen oder gemeinsamen Spielen geschehen.

Tröpfchen und Sekrete

Beim Husten, Niesen oder Sprechen können erregerhaltige Sekrete verteilt werden. Enger Kontakt begünstigt daher die Verbreitung innerhalb einer Familie oder Kindergruppe.

Schmierinfektion

Enteroviren können auf Hände, Spielzeug, Türgriffe, Tische und andere häufig berührte Gegenstände gelangen. Werden anschließend Mund, Nase oder Augen berührt, können die Erreger aufgenommen werden.

Übertragung über den Stuhl

Die Viren können noch mehrere Wochen nach dem Abklingen der Beschwerden mit dem Stuhl ausgeschieden werden. Deshalb ist gründliches Händewaschen nach dem Toilettengang und nach dem Wechseln von Windeln besonders wichtig.

Die Ansteckungsgefahr ist während der ersten Krankheitswoche und beim Auftreten frischer Bläschen besonders hoch. Eine Übertragung kann jedoch auch durch Personen erfolgen, die selbst kaum oder keine Beschwerden bemerken.

Wie lange dauert die Hand-Fuß-Mund-Krankheit?

In den meisten Fällen bessern sich die Beschwerden innerhalb von sieben bis zehn Tagen. Die Bläschen trocknen allmählich ab und der Ausschlag verschwindet normalerweise ohne Narben.

Gelegentlich können sich einige Wochen nach der Erkrankung Finger- oder Fußnägel verändern oder teilweise ablösen. Das sieht beunruhigend aus, ist aber häufig vorübergehend. Die Nägel wachsen in der Regel wieder nach. Bei Unsicherheit sollte eine kinderärztliche oder hautärztliche Abklärung erfolgen.

Wie wird die Hand-Fuß-Mund-Krankheit behandelt?

Gegen die auslösenden Viren gibt es normalerweise keine spezielle Therapie. Die Behandlung konzentriert sich darauf, Beschwerden zu lindern und eine Austrocknung zu verhindern.

Ausreichend trinken

Schmerzhafte Stellen im Mund können dazu führen, dass Kinder weniger trinken. Bieten Sie deshalb regelmäßig kleine Mengen Flüssigkeit an.

Gut geeignet können sein:

  • kühles Wasser
  • ungesüßter Tee
  • abgekühlte Getränke
  • kleine Schlucke in kurzen Abständen
  • Wassereis zur vorübergehenden Kühlung

Saure Säfte, sehr heiße Getränke und stark kohlensäurehaltige Getränke können die gereizte Mundschleimhaut zusätzlich reizen.

Weiche und milde Speisen anbieten

Geeignet sind Lebensmittel, die sich leicht schlucken lassen und die wunden Stellen nicht zusätzlich reizen, beispielsweise:

  • Joghurt
  • Brei
  • Kartoffelpüree
  • weiche Nudeln
  • abgekühlte Suppen
  • milde, weiche Speisen

Scharfe, salzige, saure oder sehr heiße Lebensmittel sollten vorübergehend vermieden werden.

Fieber kontrollieren

Fieber gehört zu den möglichen Anfangssymptomen. Mit einem zuverlässigen Fieberthermometer lässt sich die Körpertemperatur regelmäßig kontrollieren und dokumentieren.

Fiebersenkende oder schmerzlindernde Medikamente sollten bei Kindern nur alters- und gewichtsabhängig sowie entsprechend der Packungsbeilage oder nach ärztlicher Rücksprache angewendet werden.

Ruhe ermöglichen

Erkrankte Kinder brauchen ausreichend Schlaf und Erholung. Anstrengende Aktivitäten sollten vermieden werden, solange Fieber, Schmerzen oder ein deutlich eingeschränkter Allgemeinzustand bestehen.

Hygiene bei Hand-Fuß-Mund-Krankheit: Darauf kommt es an

Eine konsequente Hygiene kann das Ansteckungsrisiko reduzieren. Sie kann eine Übertragung allerdings nicht in jedem Fall vollständig verhindern.

Hände gründlich waschen

Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig mit Wasser und Seife – insbesondere:

  • nach dem Wickeln
  • nach dem Toilettengang
  • vor der Zubereitung von Lebensmitteln
  • vor dem Essen
  • nach Kontakt mit Speichel oder Nasensekret
  • nach dem Versorgen von Hautbläschen
  • nach dem Reinigen verunreinigter Flächen

Die Hände sollten vollständig eingeseift, gründlich abgespült und anschließend sorgfältig getrocknet werden. Unterstützen Sie kleine Kinder beim Händewaschen.

Für bestimmte hygienische Situationen finden Sie bei Altruan zusätzlich eine Auswahl an Produkten zur Händedesinfektion. Bei der Hand-Fuß-Mund-Krankheit ersetzt eine Händedesinfektion jedoch nicht das gründliche Waschen mit Wasser und Seife. Außerdem muss das jeweilige Mittel ausdrücklich über ein geeignetes Wirkspektrum gegen unbehüllte Viren verfügen.

Häufig berührte Flächen reinigen

Türklinken, Wickelauflagen, Toiletten, Wasserhähne und häufig verwendetes Spielzeug sollten regelmäßig gereinigt werden. Sichtbare Verunreinigungen müssen zuerst vollständig entfernt werden.

Ist eine gezielte Desinfektion notwendig, sollte ein geeignetes Produkt verwendet werden. In der Altruan-Collection Desinfektionsmittel für Hände und Flächen finden sich unterschiedliche Lösungen, Konzentrate und Desinfektionstücher.

Achten Sie bei der Auswahl stets auf:

  • den vorgesehenen Anwendungsbereich
  • das ausgewiesene Wirkspektrum
  • die vorgeschriebene Konzentration
  • die Einwirkzeit
  • die Materialverträglichkeit
  • die Anwendungshinweise des Herstellers

Da die Erreger der Hand-Fuß-Mund-Krankheit unbehüllte Viren sind, sollte nicht pauschal jedes Desinfektionsmittel als geeignet angesehen werden. Entscheidend ist die konkrete Herstellerangabe zur Viruswirksamkeit.

Einmalhandschuhe beim Wickeln und Reinigen

Bei direktem Kontakt mit Stuhl, Körperflüssigkeiten oder verunreinigtem Material können Einmalhandschuhe hygienische Arbeitsabläufe unterstützen. Sie können beispielsweise sinnvoll sein:

  • beim Windelwechsel
  • beim Auftragen ärztlich empfohlener Hautprodukte
  • beim Reinigen stark verunreinigter Flächen
  • beim Umgang mit Ausscheidungen
  • bei der Versorgung aufgeplatzter Bläschen

Einmalhandschuhe müssen nach der jeweiligen Tätigkeit entsorgt werden. Anschließend sollten die Hände gründlich gewaschen werden. Handschuhe ersetzen weder das Händewaschen noch eine fachgerechte Flächenreinigung.

Persönliche Gegenstände nicht gemeinsam benutzen

Erkrankte Personen sollten möglichst eigene Gebrauchsgegenstände verwenden. Dazu zählen:

  • Handtücher
  • Waschlappen
  • Trinkbecher
  • Besteck
  • Zahnbürsten
  • Schnuller
  • Bettwäsche

Textilien sollten entsprechend den Pflegehinweisen gewaschen werden. Verschmutzte Wäsche sollte möglichst nicht ausgeschüttelt werden, damit erregerhaltige Partikel nicht unnötig verteilt werden.

Darf das Kind in die Kita oder Schule?

Kinder mit Fieber, starken Schmerzen oder einem deutlich beeinträchtigten Allgemeinzustand sollten zu Hause bleiben. Auch frische, nässende Bläschen erhöhen das Übertragungsrisiko.

Wann eine Rückkehr in die Betreuung möglich ist, hängt vom Zustand des Kindes und den Vorgaben der jeweiligen Einrichtung ab. Eltern sollten sich deshalb mit der Kita, Schule und gegebenenfalls der behandelnden Kinderarztpraxis abstimmen.

In vielen Fällen ist eine Rückkehr möglich, wenn:

  • kein Fieber mehr besteht
  • das Kind wieder ausreichend isst und trinkt
  • der Allgemeinzustand gut ist
  • die akuten Beschwerden deutlich abgeklungen sind
  • keine stark nässenden Hautstellen mehr vorhanden sind

Eine vollständige Auslöschen der Viren ist zu diesem Zeitpunkt nicht zu erwarten, da diese noch länger über den Stuhl ausgeschieden werden können. Konsequente Händehygiene bleibt deshalb auch nach der Genesung wichtig.

Können Erwachsene erkranken?

Ja. Erwachsene können sich ebenfalls mit den auslösenden Enteroviren infizieren. Häufig verläuft die Infektion ohne Symptome oder nur mit leichten Beschwerden.

Es sind jedoch auch deutlichere Verläufe möglich. Erwachsene können unter anderem folgende Symptome entwickeln:

  • Fieber
  • starke Halsschmerzen
  • schmerzhafte Mundstellen
  • Hautausschlag an Händen und Füßen
  • ausgeprägtes Krankheitsgefühl
  • Schmerzen oder Juckreiz an den Hautstellen

Besonders Eltern, pädagogische Fachkräfte sowie Beschäftigte in Pflege und Medizin kommen häufiger mit möglichen Infektionsquellen in Kontakt. Sorgfältiges Händewaschen bleibt daher nicht nur für Kinder, sondern auch für betreuende Erwachsene entscheidend.

Ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit in der Schwangerschaft gefährlich?

Schwangere sollten engen Kontakt zu Erkrankten nach Möglichkeit reduzieren und besonders sorgfältig auf ihre Handhygiene achten. Die meisten Infektionen verlaufen auch in der Schwangerschaft mild.

Treten bei einer Schwangeren Symptome auf oder besteht kurz vor der Geburt ein enger Kontakt zu einer erkrankten Person, sollte vorsorglich die gynäkologische Praxis informiert werden. Dort kann das individuelle Risiko eingeordnet und das weitere Vorgehen besprochen werden.

Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit heilt meistens von selbst aus. Ärztlicher Rat ist jedoch wichtig, wenn das Kind ungewöhnlich schwer erkrankt wirkt oder nicht ausreichend trinken kann.

Suchen Sie eine Arztpraxis auf, wenn:

  • hohes oder länger anhaltendes Fieber besteht
  • starke Schmerzen auftreten
  • das Kind kaum trinkt
  • die Zahl der nassen Windeln deutlich abnimmt
  • der Mund sehr trocken wirkt
  • das Kind ungewöhnlich schläfrig oder teilnahmslos ist
  • die Beschwerden nach mehreren Tagen nicht besser werden
  • sich Hautstellen stark entzünden
  • eine relevante Vorerkrankung oder Immunschwäche besteht
  • Sie unsicher sind, ob es sich tatsächlich um die Hand-Fuß-Mund-Krankheit handelt

Sofortige medizinische Hilfe ist erforderlich bei:

  • Bewusstseinsstörungen
  • Krampfanfällen
  • Nackensteifigkeit
  • Atemproblemen
  • ausgeprägter Teilnahmslosigkeit
  • deutlichen Zeichen einer Austrocknung

Schwere Komplikationen sind selten, sollten aber frühzeitig erkannt werden.

Checkliste für Familien

  • Körpertemperatur regelmäßig kontrollieren
  • häufig kleine Mengen Flüssigkeit anbieten
  • milde und weiche Speisen auswählen
  • Hände nach dem Wickeln und Toilettengang gründlich waschen
  • Handtücher und Trinkgefäße nicht teilen
  • Schnuller und häufig genutztes Spielzeug reinigen
  • Türgriffe und Wickelbereiche sauber halten
  • beim Kontakt mit Ausscheidungen gegebenenfalls Einmalhandschuhe tragen
  • bei Desinfektionsmitteln das Wirkspektrum prüfen
  • aufgeplatzte Bläschen möglichst sauber abdecken
  • den Allgemeinzustand aufmerksam beobachten
  • bei Warnzeichen ärztliche Hilfe suchen

Passende Hygiene- und Pflegeprodukte

Für hygienische Abläufe während einer Erkrankung können folgende Produktbereiche hilfreich sein:

Desinfektionsmittel und Medizinprodukte sollten immer entsprechend ihrer Zweckbestimmung und den Herstellerangaben eingesetzt werden. Sie ersetzen keine medizinische Diagnose oder Behandlung.

Fazit: Gute Hygiene schützt die ganze Familie

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine häufige und sehr ansteckende Viruserkrankung, die vor allem bei kleinen Kindern auftritt. Typische Hinweise sind Fieber, schmerzhafte Stellen im Mund sowie ein Ausschlag an Händen und Füßen.

In den meisten Fällen heilt die Erkrankung innerhalb weniger Tage von selbst ab. Wichtig sind ausreichend Flüssigkeit, milde Nahrung, Ruhe und eine aufmerksame Beobachtung des Kindes. Gründliches Händewaschen, die regelmäßige Reinigung häufig berührter Gegenstände und ein hygienischer Umgang mit Windeln und Körperflüssigkeiten können helfen, Infektionsketten zu unterbrechen.

Bei hohem Fieber, Trinkverweigerung, starker Müdigkeit oder anderen auffälligen Beschwerden sollte das Kind ärztlich untersucht werden. So lassen sich mögliche Komplikationen frühzeitig erkennen und andere Erkrankungen ausschließen.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.


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